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Das Kreuz des Ostens


 

Die Geschichte des Kreuzes des Ostens begann mit der Erbauung des Fernsehturms in Berlin.

Im Jahre 1965 hatte man noch nicht die technischen Möglichkeiten Gebäude vor dem Bau dreidimensional darzustellen und man konnte Licht-effekte nicht digital simulieren, was dazu führte, dass das sogenannte „Kreuz des Ostens“ zustande kam. Dieser Effekt entsteht durch die pyramidenförmigen „Stacheln“ (siehe Bild), mit denen man die Kugel des Fernsehturms besetzte.

 

 

Zur Eröffnung des Fernsehturms am 03. Oktober 1969 waren die DDR-Oberhäupter trotz der Begeisterung dieser Konstruktion nicht beglückt, dass sie das Symbol eines leuchtenden Kreuzes auf ihrem mächtigen und prachtvollen Bauwerks sahen.

Die beteiligten Architekten wurden nicht zu der Eröffnungsfeier eingeladen und der Grund dieser Missachtung wurde auf das Lichtkreuz zurückgeführt.

Die damaligen Vorsitzenden der DDR fingen an, Maßnahmen zu planen, wie dieses Kreuz beseitigt werden könnte und nahmen sich Experten, die austüfteln sollten, wie man das Lichtkreuz entfernen könne. Dabei wurden verschiedene Thesen erarbeitet, beispielsweise mithilfe von Lichtbrechung oder durch eine gigantische Abdeckung.

Um Gerüchte im Keim zu ersticken, wurde dem Volk weisgemacht, es handle sich bei diesen Arbeiten um eine „Reinigung“.

Trotz der Bemühungen schien alles erfolglos und die Pläne wurden nicht weiter verfolgt.

 

Man nahm an, dass es weiteren Ärger gab, für die Lappalie mit dem Kreuz, doch die gab es nicht, denn außer dem Kreuz waren die DDR-Vorsitzenden höchst erfreut über den Bau, der im Jahr seiner Einweihung als der zweithöchste Turm der Welt galt und noch heute mit seinen 368 Metern als das höchste Bauwerk in ganz Deutschland zählt.

Die Berliner benannten dieses Phänomen unter anderem auch als „Strafe Jottes“ oder „Rache des Papstes“.

Betrachtet man es im geistlichen, hat dieses Kreuz eine viel größere Bedeutung  als eine simple Lichtreflexion. Das Lichtkreuz wurde offensichtlich nicht geplant von den damaligen Baumeistern und wurde in keinster Weise in Betracht gezogen, dennoch ist es da und erscheint bei Lichteinfall durch die Sonne am höchsten Fleck Deutschlands, zu jeder Jahreszeit, sichtbar in fast ganz Berlin und Umgebung.

Dieses Zeichen erinnert ein wenig an den durch Regen und Sonneneinfall entstehenden Regenbogen und genau wie Noah durch den Regenbogen Hoffnung schöpfen konnte, kann man es heutzutage durch das „Kreuz des Ostens“. 

LS